Dos und Don’ts für E-Mail-Newsletter

 
Wer kennt es nicht? Schnell die Mail-Adresse eingetragen – und schon gesellt sich ein zusätzlicher Newsletter zu Ihren E-Mails. Monatlich, wöchentlich oder sogar täglich. Und die Spanne zwischen bloßer Information, einem praktischen Gemisch aus Nachricht und Werbung und einem wilden Werbe-Bombardement ist groß. Dabei kommt es natürlich auch auf den Absender an. So erwartet man bei Zalando und Co. Sonderangebote und keine informativen Abhandlungen zum Schuh. Wer Newsletter verschickt, muss sich deshalb immer fragen: Was darf und sollte man tun? Und was besser lassen? Ihr Textertipp verrät Ihnen deshalb je vier Dos und Don’ts im E-Mail-Newsletter …
 

E-Mail Marketing

 
Eigentlich sollte er ja ein Instrument zur Bindung sein. Um Kunden zu weiteren Käufen zu führen – oder Interessenten zum Erstkauf. Deshalb muss der Newsletter Vorteile vermitteln, zumindest den Vorteil „News“. Überlegen Sie selbst einmal: Da gibt es in Ihrem E-Mail-Posteingang bestimmt Newsletter, die öffnen Sie, denn jedes Mal finden sich hier aktuelle oder nützliche Neuigkeiten. Andere werden ungeöffnet gelöscht. Warum?
 

E-Mail Marketing: Do!

 
Mehr Klicks, mehr Response und eine zufriedene Leserschaft: Mit diesen Tipps geben Sie Ihrem Newsletter einen Schub nach vorne.
 

1. Der Betreff: Die vielleicht wichtigste Zeile Ihres Newsletters …

 
Hier gilt das Gleiche wie für die Headline im Werbebrief: kurz, klar und zielgruppenorientiert soll sie sein. Ein optimaler Betreff motiviert zum Lesen und führt in den Newsletter
hinein. Immer gut, wenn schon hier ein Vorteil steckt. Der Adressat soll wissen, warum es sich lohnt, gerade diesen Newsletter zu öffnen.
 
Beispiele:
 
Ihr Textertipp: Englisch, Denglisch, Bahnhof – Anglizismen in der Werbung
In Sachen Kommunikation: Zehn Jahre Facebook!
Pressearbeit: Mehr Reichweite, bessere Meldungen
 
Nehmen Sie sich ruhig etwas mehr Zeit beim Formulieren Ihrer Betreffzeilen. Denn was nutzt der schönste Newsletter, wenn er ungelesen im Papierkorb landet?
 

2. Mit Editorial und Direktansprache gehen Sie auf den Leser zu

 
Nutzen Sie die persönliche Ansprache, um auf Ihren Leser zuzugehen. Am besten direkt in einem kurzen Editorial mit persönlicher Anrede. Auch wenn hier nur wenige Sätze stehen. Sie machen neugierig und führen in den eigentlichen Inhalt hinein.
 
Und das kann dann vielleicht so aussehen: „Sehr geehrter Herr Müller, Ihr heutiger News-letter zeigt Ihnen alles Wissenswerte über … “. Für den Einstieg in den Newsletter genügen oft schon zwei bis drei Sätze. Newsletter, die sehr viel Wert auf diese persönliche Führung des Lesers legen, leisten sich hier schon einmal zwei bis drei Absätze. Doch egal welche Länge: Bieten Sie immer konkrete Informationen ohne langes Blabla!
 
Wer seine Kunden direkt anspricht, unterschreibt auch am besten persönlich. Entweder in PC-Schrift mit Vorname und Name oder – noch persönlicher – per eingescannter Handschrift. Ganz wichtig: Die Unterschrift enthält (einigermaßen) leserlich Vor- und Nachname.
 

3. Hervorheben und führen – denn Zeit ist Geld

 
Wenn der Blick beim ersten Scannen durch den Newsletter schießt, bleibt wenig Zeit, die wichtigsten Themen zu erkennen. Gut ist es, wenn Sie hier hervorheben, was unbedingt
gelesen werden soll. So führen Sie den Leser zu den besten Vorteilen, lukrativsten Angeboten und natürlich zum Klick. Das spart ihm Zeit beim Durchforsten seines E-Mail-Eingangs und bringt Ihnen Geld, wenn er aus den vielen Angeboten das annimmt, das in Ihrem Newsletter auf den ersten Blick zu erkennen ist.
 
Hervorheben lässt sich am besten durch Fettschrift und Links. Auch Bilder und Videos fallen besonders auf. Voraussetzung ist, dass Sie es nicht übertreiben. Im Text gilt: eine Hervorhebung pro Absatz genügt.
 


 

4. Weiterführende Links: „Mehr Informationen gibt’s auf der Webseite …“

 
Die Anzahl der News ist groß und der Platz im Newsletter knapp. Hier helfen weiterführende Links. Mit kurzen Teasern, die Lust auf mehr machen, reißen Sie Ihre News und Angebote in der E-Mail an. Dieses „Mehr“ bieten Sie auf speziellen Landeseiten, die durch einen Link mit dem Newsletter verknüpft sind. Ein großer Vorteil dabei: Wer den Link klickt, kommt direkt auf Ihre Webseite. Dort findet er neben den Informationen, die er sucht, natürlich auch weitere Angebote. Das steigert Ihre Chance auf zusätzliche Klicks oder Käufe.
 
Achten Sie beim Texten von Links darauf, dass diese auch tatsächlich zum Weiterklicken einladen. Manchmal reicht sicher ein einfaches „mehr“. Jedoch verlocken „zum Wunsch-urlaub“, „Ihr Gratis-Videokurs“ oder „Alle Vorteile des Seminars …“ eindeutig eher zum Klick.
 

E-Mail Marketing: DON’T!

 
Auch wenn die Verlockung groß sein mag – folgende Punkte sollten Sie in Ihrem Newsletter besser nicht tun.
 

1. Wechseln Sie Ihr Thema nicht willkürlich …

 
Heute habe ich mal was ganz anderes zu erzählen. Passt zwar nicht zu meinen übrigen Inhalten, aber die Leser werden’s schon schlucken …
 
Vermutlich werden’s Ihre Leser nicht schlucken. Wenn Sie normalerweise über Marketing oder neue Software-Entwicklungen schreiben und Ihre Empfänger plötzlich mit Tipps zur Katzenzucht überrumpeln, entsteht vor allem eins: Verwirrung. Zugegeben, dieses Beispiel ist sehr überspitzt. Dennoch: Die Folge eines plötzlichen Themen-Wechsels kann sein, dass sich Ihre Abonnenten noch mal überlegen, ob Ihr Newsletter wirklich das Richtige für sie ist. Schließlich haben sie ihre E-Mail-Adresse ja eingetragen, um über ein ganz anderes Thema informiert zu werden. Bleiben Sie also mit jedem separaten Newsletter nahe am passenden –und von Ihren Lesern erwarteten – Kern-Thema.
 

2. So viel Inhalt wie möglich …

 
Ich habe so viele neue Produkte und Themen. Interessant sind die selbstverständlich alle, deshalb packe ich sie auch alle in meinen Newsletter.
 
Besser nicht! Liefern Sie nicht zu viel. Denn riesige Textmengen geben immer das Signal „viel zu tun“. Ihr Newsletter soll schnell auswertbar sein. Und machen Sie ihn nicht zu
einer reinen Werbeveranstaltung für sich selbst.
 
Vielmehr gilt: Weniger ist mehr! Drei bis fünf Themen-Schwerpunkte sind absolut ausreichend. Gestalten Sie Ihre Beiträge so, dass ein kurzer Teaser mit einem weiterführenden Link endet. So haben Ihre Leser freie Wahl bei der Lektüre und müssen sich auf der Suche nach Interessantem nicht durch lange Textpassagen kämpfen. Eine knappe und übersichtliche Headline-Text-Struktur zeigt, dass die Inhalte einfach zu erfassen sind.
 
Dasselbe gilt natürlich auch für den Text: Kurz, knapp, sofort verständlich soll er sein. Wenige Sätze pro Themenpunkt reichen absolut aus. Denn ist das Interesse des Lesers geweckt, hat kann er über den gesetzten Link ganz schnell tiefer ins Thema einsteigen. Aber diese wenigen Sätze müssen sitzen.
 

3. Newsletter ohne Abmelde-Link

 
Wer sich einmal für den Newsletter angemeldet hat, sitzt in der Falle und bekommt meine Informationen, solange ich will!
 
Falsch! Der Hinweis auf eine mögliche Abmeldung ist Pflicht. Mit einem freundlichen Text am Ende der E-Mail informieren Sie Ihren Empfänger, dass er den Newsletter jederzeit abbestellen kann. Die Kündigung soll möglichst bequem sein – komplizierte Abmelde-Prozeduren verärgern den Leser.
 
Ein einfacher Abmelde-Link kann beispielweise so aussehen: „Wenn Sie keine aktuellen
Informationen von xyz wünschen, klicken Sie bitte hier.“ Transparenter wird das Ganze, wenn der „Kündiger“ eine kurze Bestätigung erhält. Lassen Sie ihn wissen, dass die Abmeldung eingegangen ist, und vor allem, dass er sich jederzeit wieder registrieren kann.
 

4. Farbe ist Trumpf! Hauptsache, es blinkt und leuchtet …

 
Die Technik macht’s möglich. Deshalb baue ich möglichst viele Farben, Bilder und Animationen in meine Newsletter ein.
 
Vorsicht! Natürlich haben Sie die Möglichkeit, durch Bilder zu fesseln. Und HTML-Mails haben im Moment auch eine hohe Akzeptanz. Doch der Trend kehrt sich bereits um. Wenn die E-Mail als persönliche und schnelle Botschaft plötzlich verkleidet ist wie ein bunter Prospekt, wirkt sie auch wie eine nüchterne Produkt-Präsentation – und verliert das Signal „persönlich“.
 
Maßvoll eingesetzt, sind Farben durchaus erlaubt. Ein wichtiger Tipp: Aus Gründen der
Lesbarkeit sollten Sie auf einen ausreichend großen Kontrast zwischen Hintergrund- und Schriftfarbe achten. Verwenden Sie schwarze Schrift auf hellem Hintergrund – nicht weiße Schrift auf schwarzen oder dunklen Hintergründen. Die sogenannte Negativschrift strengt die Augen beim Lesen auf dem Bildschirm zusätzlich an.
 
Ihr Textertipp zum Download.
 
 

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