Marketingkosten senken: Praktische Tipps für Sparfüchse

Marketing für Sparfüchse

So senken Sie Ihre Marketingkosten (Textertipp von Christiane Kreutmair)
 

Marketingkosten senken

 

Gratis-Kanäle und -Tools nutzen!

Setzen Sie auch auf kostenlose Maßnahmen. Indem Sie beispielsweise soziale Medien nutzen. Neben dem klassischen Unternehmensprofil können Sie Themengruppen und Fanseiten anlegen, die Sie regelmäßig mit interessantem Content befüllen. Auch mitgliederstarke Gruppen und Seiten von anderen nicht vergessen – hier können Sie sich an Diskussionen beteiligen, außerdem Artikel oder Stellenangebote posten. Versehen Sie Ihre Postings immer mit Web-Links, die dann auf Ihre Website oder Landing-Pages führen. Wenn Sie eine eigene Gruppe betreiben, können Sie beispielsweise auf XING aktiv Personen in Ihre Gruppe einladen. Wenn Sie Ihre Beiträge nicht immer komplett neu erstellen, sondern je nach Kanal lediglich abwandeln, sparen Sie zudem Zeit.
 
Vergessen Sie auch die kostenlosen Presseportale im Internet nicht – ein Segen für Ihr Suchmaschinen-Ranking! Hierfür stellen Sie Pressemitteilungen mit vielen keywords ein. Unbedingt auch einen Backlink zu Ihrer Website sowie Fotos und Kontaktdaten mit aufnehmen!
 
Vergessen Sie auch Einträge in kostenlosen Branchenbüchern nicht! Und ganz wichtig: Google MyBusiness, damit Sie auf Google Maps sichtbar sind.
 
Auch bei den Tools können Sie sparen: Mit kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen wie GIMP, SEO-Analyse-Tools für die Website, kostenfreien oder günstigen Website-Baukastenprogrammen oder Online-Tools zum eigenständigen Erstellen eines Films.
 
Ihre Visitenkarten können Sie ganz schnell bei einigen Anbietern auf deren Seite selbst gestalten – ganz ohne Grafikkenntnisse und Designkosten.
 
Wenn Sie fremde Fotos benötigen: Prüfen Sie erst, ob zur kommerziellen Nutzung kostenfreie Portale wie Pixabay geeignete Fotos beinhalten, bevor Sie welche kaufen.
 

Auf Digital statt Print setzen

Printmaterial kostet: Bei Druck, Lagerung und Versand. Außerdem veraltet es schnell. Deshalb lohnt es sich oft, Print durch Online zu ersetzen, beispielsweise in Form von Download-Möglichkeiten, E-Mails, Bildschirmen auf Messen oder in Schaufenstern etc. Trotzdem hat Print für Nischenzwecke seine Berechtigung. Prüfen Sie deshalb: Erreiche ich meine Zielgruppe tatsächlich nur mit Printunterlagen wie Flyern, Broschüren oder Briefen – möglicherweise weil diese älter und wenig internataffin ist? Messen Sie unbedingt die Wirkung und führen Sie den Vergleich mit Online.
 
Beispielsweise durch Rabattaktionen, die Sie dann sowohl online als auch Print ausspielen. Um bestehende Kontakte zu behalten, macht oft eine schrittweise Umstellung Sinn. Dann weisen Sie beispielsweise noch vor Umstellung eines Kanals mit anderen Kanälen aktiv auf die Änderung hin. Vergessen Sie nicht, die notwendigen Kontaktdaten wie E-Mail-Adresse einzuholen!
 
Testen Sie eine Umstellung zunächst bei weniger bedeutsamen Kanälen. Bleibt der Erfolg dann aus, könnte es auch an der konkreten Umsetzung liegen – beispielsweise einer unpassenden Landing-Page, einer schlechten Nutzerführung etc.
 

Flexible Templates für Publikationen anlegen

Sie sparen Grafik- und Designkosten, indem Sie flexibel nutzbare Vorlagen anlegen lassen. Diese können Sie dann immer für den aktuellen Zweck adaptieren. Ein solches Template wird dann einmal von einem Designer mit einem Grafikprogramm angelegt. Darin enthalten sind Bereiche, die Sie mit Standard-Software flexibel bearbeiten können: Ein Textfeld, ein Auswahlfeld für eine Grafik etc. Gerade bei wiederkehrenden Designarbeiten an ähnlichen Templates, die immer nur geringfügig angepasst werden, winkt hier großes Einsparpotential!
 
Gehen Sie am besten so vor: Analysieren Sie alle ihre bestehenden Publikationen – sowohl online als auch Print – nach möglichen Synchronisierungsmöglichkeiten beim Template. Überlegen Sie anschließend, welche Publikationen Sie mit einem einzigen Template abdecken können. Benötigen Sie das Dokument für den Druck, können Sie die Druckvorlage entweder selbst mit einem Grafikprogramm erstellen, oder Sie übergeben es einem Grafiker, Mediengestalter oder Assistenten in der Druckerei. Ein vergleichsweise teurer Grafikdesigner ist für diese Tätigkeit nicht notwendig – den benötigen Sie wenn überhaupt nur für die Gestaltung des Templates.
 

Outsourcing/Insourcing gezielt nutzen

Grundsätzlich gilt: Selber machen, wenn Sie es besser, schneller und günstiger können. Und die notwendigen Personalkapazitäten haben! Das heißt auch: Auslagern, wenn das nicht der Fall ist. Insourcing und Weiterbildung können sich vor allem bei wiederkehrenden Tätigkeiten lohnen. Das Kursangebot im Marketingbereich ist riesig. Wer beispielsweise ein Grundgespür für Schreiben mitbringt, holt sich mit ein paar Textseminaren schnell das notwendige Können, um die wichtigsten Texte ansprechend zu verfassen.
 
Es gibt aber auch Grenzen: Dort, wo das Selbermachen zu einem unprofessionellen Auftritt und somit zu einem Imageschaden führen könnte. Dann sollten Sie sich lieber auf die Steuerung der Tätigkeit konzentrieren und das Ganze auslagern.
 

Kooperationen eingehen

Marketingkooperationen bedeuten: Größerer Nutzen, geteilte Kosten. Solche Kooperationen lohnen sich mit allen Unternehmern, die gleiche oder ähnliche Zielgruppen ansprechen. Sie setzen dann gemeinsam eine Marketingmaßnahme um – beispielsweise ein Event, einen Postversand oder eine Schulung. Und teilen sich die Kosten. Dabei kontaktiert jedes Unternehmen selbst seine Kontakte. Dadurch erreichen Sie neue und interessante Personen.
 
Betreiben Sie beispielsweise einen Friseursalon, kann sich ein Styling-Event zusammen mit ansässigen Modehäusern, Parfümerien oder Schuhgeschäften lohnen. Das Ganze funktioniert umso besser, je ähnlicher die Zielgruppen der anderen Unternehmen sind. Prüfen Sie deshalb vorab ganz genau, welchen Beitrag Ihre Kooperationspartner leisten können, und welche Kundenkontakte diese mitbringen. Daran sollte sich dann auch die Verteilung der Kosten orientieren.
 

Erfolgskontrollen durchführen

Investieren Sie Geld nur dort, wo ein Nutzen erkennbar ist, und vermeiden Sie Streuverluste! Hierfür sollten Sie all Ihre Maßnahmen tracken – also einer Erfolgskontrolle unterziehen. Überlegen Sie schon in der Planungsphase, wie das am besten möglich ist.
 
Leiten Ihre Maßnahmen mit Links auf die Website, analysieren Sie am besten die Zugriffe mit einem Analytics-Programm. Wenn Sie bei jedem Einsatz eines Links mit einem Link arbeiten, der durch einen Tracking-Link-Generator erstellt wurden, können Sie besonders genau messen. Dann kennen Sie nicht nur die Quelle des Klicks, sondern sehen im Analytics-Programm, wo der Link ganz genau geklickt wurde.
 
Versenden Sie Newsletter, können Sie die Auswertungen der Anbieter nutzen. Diese sind oft sehr detailliert.
 
Wenn Sie Messen besuchen, können Sie beispielsweise die direkten Anschlussverkäufe messen. Auch Gesprächsprotokolle am Stand sowie Dokumentationen der Kontaktwege danach geben Aufschluss über den Erfolg.
 
Letztlich können Sie mit ein bisschen Kreativität jede Maßnahme messen.
 

Marketing-Einkauf optimieren

Das Marketing ist schon lange kein Bereich mehr, der sich dem Einkauf mit kreativen Argumenten entziehen kann. Auch hier zahlt sich Einkaufsoptimierung aus. Sichern Sie sich beispielsweise Preisvorteile, indem Sie Mengen und Standorte bündeln und in größeren Mengen einkaufen. Planen Sie dafür vorausschauend! Bestellen Sie regelmäßig gleiche Artikel in größeren Mengen, machen Rahmenverträge Sinn. Achten Sie bei der Beauftragung von Dienstleistern wie Agenturen unbedingt darauf, dass Sie transparente Angebote bekommen – hier lockt enorm viel Einsparpotential! Lassen Sie sich beispielsweise genau auflisten, welche Tätigkeit von welcher Senioritätsstufe übernommen wird. So benötigen Sie beispielsweise für eine erstmalige anspruchsvolle Konzeption einen Senior-Designer, für die Adaption eines bestehenden Layouts lediglich einen Junior-Designer oder Mediengestalter.
 
Prüfen Sie in den Angeboten auch, ob Sie wirklich alle enthaltenen Leistungen benötigen. Bitten Sie den Dienstleister, alles zu streichen, was Sie nicht benötigen. Manchmal ist es auch möglich, notwendige Teilschritte intern zu übernehmen, beispielsweise Recherchen bei der Erstellung von Content. Prüfen Sie auch, ob die Stundensätze zu Referenzen, Erfahrung, Branchenerfahrung, Awards etc. des Dienstleisters passen. Im Internet lassen sich hierzu Benchmarks finden.
 
Wieviel ein Texter kosten darf, steht beispielsweise hier: https://www.texterclub.de/textertipp/texter-gehaltstabelle/. Grundsätzlich gilt für alle erstmaligen größeren Beauftragungen: Holen Sie zwei Vergleichsangebote ein – und achten Sie darauf, dass alle Dienstleister exakt gleich gebrieft wurden.
 
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Christiane KreutmairChristiane Kreutmairbringt mehr als zehn Jahre tiefgehende Praxiserfahrung im Bereich Marketing und Kommunikation in kleineren, mittleren sowie großen Unternehmen mit. Ihre Schwerpunkte liegen dabei in der B2B- und der Dienstleistungskommunikation sowie in den Branchen Consulting, Technologie, Automotive und Finanzen. Zusätzlich zum Magisterstudium in Didaktik der Arbeitslehre, Politik und Pädagogik kann sie ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing vorweisen.
 

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