Die 10 schlimmsten Fehler im Werbetext

Wie Sie große Fettnäpfchen umgehen und bei Ihren Lesern punkten!
 
Fehler sind menschlich. Sie passieren. Es gibt allerdings Zeiten und Augenblicke, da kann ein Fehler zum falschen Moment tödlich für den Verkauf sein. Damit Ihnen solche Missgeschicke nicht passieren, zeigen wir Ihnen die 10 schlimmsten Fehler im Werbetext – und wie Sie diese spielend leicht umgehen!
 

Fehler im Werbetext

 

1. Falsche Rechtschreibung und Grammatik

 
Der Fehler: Keiner scheint so besessen von Rechtschreib- und Grammatik-Regeln wie wir Deutschen. Penibel achten wir auf jedes Komma und jeden Dativ, der den Genitiv tötet. Und so ticken auch Ihre Leser. Deshalb gilt: Vermeiden Sie Rechtschreib- und Grammatikfehler gerade im Werbetext so gut es geht! Denn sonst werden Sie mit Nicht-Aufmerksamkeit bestraft.
 
Wie Sie das Fettnäpfchen umgehen: Bei Streitfragen mit Kollegen oder bei Unsicherheit schlagen Sie im Duden nach oder erkundigen Sie sich telefonisch bei der Duden-Redaktion.
 

2. Tippfehler passeiren schnell (Schon geschehen …)

 
Der Fehler: Noch peinlicher als Rechtschreibfehler sind hingegen Tippfehler. Denn Sie vermitteln dem Leser ein Bild von Ihnen, das sie nicht wollen: Der Text wurde schnell geschrieben, nicht Korrektur gelesen und auf gut Glück verschickt.
 
Wie Sie das Fettnäpfchen umgehen: Redigieren lohnt sich – immer. Auch wenn Sie inhaltlich nichts ändern wollen, lassen Sie einen Kollegen noch einmal Probe lesen, bevor der Werbetext verschickt wird. Ohne Tippfehler wirken Sie sofort seriöser.
 

3. Unternehmens-Fokussierung: Wir wünschen, Wir senden, …

 
Der Fehler: Es gibt nichts Unpersönlicheres als folgende Einleitung im Brief: „Hiermit übersenden wir ein Angebot für unser neues Produkt XY …“. Kein Kunde fühlt sich damit angesprochen. Es fehlt das höfliche „Sie“ oder das persönliche „Du“ – je nach Zielgruppe und Corporate Language.
 
Wie Sie das Fettnäpfchen umgehen: Besser klingt es mit „Ihr“ und „Sie“ im Text. Für einleitende Phrasen im Werbebrief bedeutet das beispielsweise: „Heute erhalten Sie ein einmaliges Angebot für Produkt XY – und für Sie gibt es auch noch Extra-Rabatt!“
 

4. Falsche Anrede

 
Der Fehler: Ein weiterer großer Faux-Pas – nicht nur in der Werbebranche – ist die falsche Anrede von Kunden. Schnell reagiert man als Frau Müller verärgert, wenn der Brief an Herrn Müller adressiert wird.
 
Wie Sie das Fettnäpfchen umgehen: Überprüfen Sie also stets vor dem Absenden Ihrer Werbetexte die Richtigkeit der Daten. In diesem Zusammenhang sollten Sie sich auch bewusst dafür entscheiden, ob Sie Ihren Kunden duzen oder siezen. Denn ein ständiger Wechsel verwirrt den Leser nur.
 

5. Substantiv an Nomen an Nominalisierung

 
Der Fehler: Der Killer für jeden Verkaufstext: Nominalisierungen und zu viele Substantive. Denn Verben sind es, die den Text lebendig und aktiv machen! Nomen hingegen wirken flach und nicht vorstellbar. Das Kopfkino Ihrer Leser bleibt aus.
 
Wie Sie das Fettnäpfchen umgehen: Greifen Sie also so oft wie möglich zu Adjektiven und Verben: So wird Ihr Werbetext zum Hit! Schreiben Sie beispielsweise „bestellen Sie einfach mit dem angehängten Formular“ statt „Im Anhang finden Sie ein Bestellformular“ – das klingt nicht nur aktiver, sondern beinhaltet auch noch einen konkreten Call to Action!
 

6. Falsche Wortwelten und Wortwelt-Mix

 
Der Fehler: Bildhaft schreiben ist natürlich traumhaft für jeden Leser. Aber wenn Sie die falsche oder eine erzwungene Wortwelt verwenden, wirkt es schnell künstlich. Noch schlimmer ist es, wenn Sie Wortwelten mischen: „Volle Fahrt voraus: Auf dem Kreuzfahrt-Schiff die Pole-Position ergattern!“
 
Wie Sie das Fettnäpfchen umgehen: Schiffahrt und Motorsport – wie im oberen Beispiel – passen leider nicht zusammen. Lassen Sie die Finger von diesen Mischwelten! Und auch wenn Sie sich unsicher sind: Lassen Sie die Wortwelt im Zweifelsfall weg. Auch Verben und Adjektive allein aktivieren das Kopfkino Ihrer Leser.
 

7. Zu viele Hervorhebungen

 
Der Fehler: Egal ob Fettungen, auffallende Schriftarten oder unterschiedliche Schriftgrößen – je mehr Sie „herum spielen“, desto mehr verwirren Sie den Leser. Besonders schlimm: Ständig wechselnde Schriftarten und –größen und ganze Absätze im gefetteten Blocksatz. Da verliert Ihr Leser garantiert den Überblick.
 
Wie Sie das Fettnäpfchen umgehen: Es gilt: Fettungen dezent einsetzen – etwa zwei Stellen pro Absatz, möglichst nicht über den Zeilenumbruch hinweg. Verwenden Sie außerdem nur zwei Schriftgrößen – eine für den Titel und eine für den Fließtext. Ebenso sollten Sie sich auf ein oder zwei Schriftarten beschränken. Ausnahme: Sie haben Schriftarten, die an bestimmte Produkte gekoppelt sind.
 

8. Unpassende Synonyme

 
Der Fehler: Natürlich wollen Sie jedes Wort nicht x-mal wiederholen. Deswegen streuen Sie als professioneller Texter gerne Synonyme in Ihren Verkaufstext. Was prinzipiell natürlich leserfreundlich ist! Aber: Die falschen Wortalternativen führen schnell zu Verwirrung.
 
Wie Sie das Fettnäpfchen umgehen: Wer aus Schokolade ein Kakaoprodukt macht, wirbelt Fragen im Kopf des Lesers auf: Was ist das für ein Kakaoprodukt? Kekse? Ein Muffin? Ein Schoko-Riegel? Eine Tafel Schokolade? Bevor Sie unklare Angaben machen, wiederholen Sie lieber das Wort „Schokolade“ einfach nochmal.
 

9. Kein Call to Action

 
Der Fehler: Wer sich im Werbetext „mit freundlichen Grüßen“ verabschiedet, unterschreibt und den Werbetext verschickt, hat etwas Zentrales vergessen: Den Call to Action. Der Kunde weiß nun nicht, was er tun soll – und legt den Text beiseite. Und vergisst ihn höchstwahrscheinlich.
 
Wie Sie das Fettnäpfchen umgehen: Nutzen Sie zum Beispiel das wertvolle P.S. dazu, den Kunden noch einmal direkt zum Handeln aufzufordern. „Rufen Sie uns gleich an“ oder „Bestellen Sie jetzt Ihr neues …“ verpassen Ihrem Verkaufstext den letzten Schliff.
 

10. Langweilige Floskeln: Mit freundlichem Bla Bla …

 
Der Fehler: „Mit freundlichen Grüßen, Frau Müller“. Diese Floskel haben Sie bestimmt genau so häufig gelesen wie „stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung“. Das Problem dabei: Gerade weil wir sie schon so oft gesehen haben, überlesen wir sie. Und hier verpassen Sie die Chance, Ihre Kunden zum Kauf zu führen.
 
Wie Sie das Fettnäpfchen umgehen: Seien Sie kreativ. Bestimmt haben Sie genügend alternative Ideen, um sich zu verabschieden. Aus den unpersönlichen „freundlichen Grüßen“ wird beispielsweise kinderleicht ein frisches „herzliche Grüße aus Augsburg“ oder ein personalisiertes „fröhliche Weihnachtsfeiertage“! Und statt passiv „zur Verfügung zu stehen“ werden sie aktiv: „Rufen Sie uns bei Fragen gerne an unter …“.
 
Also zücken Sie den Rotstift und finden Sie alle Fehler im Werbetext, bevor er verschickt wird oder online geht. Gehen Sie dabei Schritt für Schritt vor: Erst werden alle Rechtschreib- und Grammatik-Fehler markiert, danach analysieren Sie den Text auf Tippfehler, usw. Gerne können Sie auch Kollegen einmal über ihren Text lesen lassen: Denn mehr Augen sehen bekanntlich auch mehr.
 
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