9 Tipps, wie Sie bessere Texte schreiben

 
Auf einen Blick:
Vergessen Sie einige Schreib-Regeln aus Schule und Studium …
Texte schreiben mit Alltags-Sprache
Nutzen Sie Zwischenüberschriften für Schlüsselwörter in Ihren Texten
Helfen Sie „faulen“ Lesern
Befolgen Sie die Prinzipien moderner Texte
Nutzen Sie Grafiken und Bilder um starke Texte zu stützen
Schreiben Sie Texte für Ihren definierten Wunsch-Kunden
Halten Sie den Vorteil für den Leser im Fokus Ihrer Texte
Erzählen Sie Geschichten, wenn Sie Texte schreiben …
 
Texte schreiben gehört zu den wichtigsten Disziplinen jedes Unternehmens! Glauben Sie nicht? Texte sind überall: auf Websites, in Newslettern, in (Geschäfts-)Briefen, in Social Media. Durch Texte wird gelockt, überzeugt, verkauft – in jedem Unternehmen. Oft entscheidet der Text darüber, ob Produkte und Dienstleistungen gekauft werden oder nicht. Deshalb gibt’s im Textertipp 9 wirklich elementare Tipps, wie Sie besser Texte schreiben: für Ihr Unternehmen, Ihre Kunden, Ihre Angebote.
 

Texte schreiben

 

Tipp 1: Vergessen Sie einige Schreib-Regeln aus Schule und Studium …

 
Frei nach Meister Yoda in Star Wars: Vergessen du musst, was früher du gelernt. Das Schreiben, wie man es in Schule und Studium lernt – akademisch aufgebläht – hat mit dem Schreiben von besseren Business-Texten nichts zu tun. Nicht falsch verstehen: Grammatik und Rechtschreibung müssen natürlich korrekt sein. Aber die Schreibtechniken unterscheiden sich sehr, wenn Sie Marketing-Texte oder Verkaufstexte verfassen.
 
Deshalb gilt: Statt gelernte Strukturen starr zu verfolgen, brechen Sie diese lieber ab und an …
 
Überlegen Sie sich, welche Regeln aus Schule und Studium einem schnellen, verständlichen und verkaufsstarken Text im Wege stehen können. Machen Sie eine Liste und streichen Sie diese Regeln für Ihre Textproduktion einfach.
 
Beispiele für solche Regeln
 
1. Verwende häufig Nebensätze, um Themen anschaulich zu machen.
2. Starte Sätze nicht mit und oder aber
3. Halte dich strikt an Einleitung, Hauptteil und Schluss
4. Lange Aufsätze und Sätze sind gut, weil mehr sie mehr Inhalt haben.
 

Tipp 2: Texte schreiben mit Alltags-Sprache

 
Nicht ganz einfach, aber ein wichtiger Punkt: Schreiben Sie Ihre Texte nah an der Alltags-Sprache Ihrer Zielgruppe. Wenn Ihre Zielgruppe bunt gemischt ist, finden Sie einen passenden Mittelweg – oder schreiben Sie verschiedene Texte für verschiedene Zielgruppen-Teile.
 
Es geht bei Business-Texten nicht um schriftstellerische Glanztaten. Schreiben Sie Texte, die verstanden werden. Kommen Sie möglichst schnell und einfach auf den Punkt.
 
Tipp:
 
Wenn Sie beim Überprüfen Ihrer Marketing-Texte mit dem Textinspektor auf der Skala über 10 landen, ist das super. Auch wenn Ihr Text dann vergleichbar mit Heftchenromanen oder Comics ist. Es geht um Verständlichkeit, nicht um den Inhalt.
 
Neben der Verständlichkeit fühlt man sich bei Alltags-Sprache auch direkt mehr angesprochen. Auf Websites, in E-Mails und Briefen will niemand sich durch akademisches Blabla kämpfen.
 
Richtige Tonalität finden: So funktioniert’s …
 
1. Lesen Sie die Texte vor, die Sie geschrieben haben. Alles was nicht so klingt, wie Sie es Freunden erklären würden: umschreiben!
2. Lesen Sie einem Freund oder einer Freundin Ihre Texte vor. Passagen, die diese nicht einfach wiedergeben können: umschreiben!
3. Vergleichen Sie Ihre Texte mit den Texten der Konkurrenz: Welche sind besser verständlich?
 

Tipp 3: Nutzen Sie Zwischenüberschriften für Schlüsselwörter in Ihren Texten

 
Dieser Tipp ist vor allem für Website-Texte wichtig. Denn hier wird – mehr als bei anderen Texten – gescannt. Wenn beim Scannen nicht die richtigen Schlüssel-Wörter ins Auge springen, ist der Leser weg. Und Sie haben den Text umsonst geschrieben.
 
Ein Medium, bei dem es sogar noch schneller gehen muss als auf Websites? Der
Newsletter. Denn in der E-Mail-Flut geht unter, wer nicht auf den Punkt überzeugt.
 
So setzen Sie Zwischenüberschriften richtig in Ihren Texten ein:
 
1. Lang Absätze (mehr als 7 Zeilen) teilen Sie mit einer Zwischenüberschrift.
2. Setzen Sie ein wichtiges Schlüsselwort in jede Zwischenüberschrift.
3. Kennzeichnen Sie Ihre Zwischenüberschriften richtig: Am besten Fettdruck
4. Kennzeichnen Sie online Ihre Zwischenüberschriften mit richtigen Tags: h2, h3, h4
 

Tipp 4: Helfen Sie „faulen“ Lesern

 
Es gibt Leser, die Artikel tatsächlich von vorne bis hinten durchlesen. Wort für Wort. Der Großteil Ihrer Leser wird aber vermutlich durch den Text springen, nur die interessantesten Passagen lesen. Und dann auf der Suche nach zusätzlichen Informationen weiter klicken.
 
Deshalb: Nehmen Sie Ihre Leser an die Hand und führen Sie richtig durch den Text.
 
So erstellen Sie Texte mit der richtigen Führung:
 
1. Bieten Sie für einen schnellen Einstieg Teaser und Inhaltsverzeichnisse an.
2. Gliedern Sie mit Überschriften. Sortieren Sie dabei Ihre Themen im Vorfeld: wichtigste Themen zuerst, unwichtigere Themen zuletzt.
3. Fassen Sie immer wieder kurz zusammen (für Querleser).

 

Tipp 5: Befolgen Sie die Prinzipien moderner Texte: Klarheit, Wahrheit, Fairness, Geschwindigkeit

 
Wer authentisch ist, klar und wahr schreibt, was er tut und was er will. Wer fair bleibt und auf schnelle Auswertbarkeit der Informationen in seinen Texten achtet. Der hat die Prinzipien moderner Texte verinnerlicht. Der ist nah dran an seinen Lesern. Der hat eine größere Chance, gelesen, geliked, gekauft zu werden.
 
Darauf sollten Sie deshalb achten:
 
1. Texten Sie eine authentische Über uns Seite. So lernt man Sie und Ihr Unternehmen kennen.
2. Informieren Sie sich bei der Konkurrenz – aber kopieren Sie nicht einfach.
3. Texten Sie regelmäßig über Themen, die Ihre Leser interessieren.
4. Geben Sie Ihren Texten so viel Verständlichkeit, wie es geht. Damit die Informationen beim Leser ankommen.
 

Tipp 6: Nutzen Sie Grafiken und Bilder um starke Texte zu stützen

 
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte? Sicherlich nicht. Es sei denn, die Worte sind falsch gewählt. Dennoch: Bilder machen Texte anschaulicher, angenehmer zu lesen, bringen Dynamik und etwas „fürs Auge“.
 
Außerdem wird heute – dank Pinterest, Instagram und Co. – einfach mehr geteilt, wenn ein Bild mit im Content steckt. Und für die Suchmaschinen-Optimierung tun Bilder ihr übriges.
 
Verwenden Sie Bilder im Content. Und beachten Sie …
 
1. Eine ausreichend gute Qualität. Das Bild muss etwas für den Text tun. Sollte aber im Web nicht so groß sein, dass Ladezeiten extrem leiden. Finden Sie den Mittelweg.
2. Suchen Sie Bilder aus, die relevant sind. Oder erstellen Sie Infografiken, die den Text ergänzen oder schneller auswertbar machen.
3. Vergessen Sie online nicht die Alt-Attribute für Ihre Bilder.
4. Achten Sie darauf, dass Sie kein Copyright mit Ihren Bildern verletzen.
 

Tipp 7: Schreiben Sie Texte für Ihren definierten Wunsch-Kunden

 
Wenn Sie nicht wissen, für wen Sie texten, texten Sie nicht auf den Punkt. Deshalb überlegen Sie sich, wie Ihr Wunsch-Kunde aussieht. Welche Interessen hat er? Zu welchen Zeiten liest er Ihre Texte? Was erwartet er von Ihnen? Und was erwarten Sie von ihm?
 
Versuchen Sie nicht für so viele Leser wie möglich zu schreiben. Versuchen Sie, für die richtigen Leser zu schreiben.
 
Definieren Sie Ihren Wunsch-Kunden:
 
1. Welche Merkmale zeichnen Ihn/Sie aus? Ist er/sie männlich oder weiblich? Ist er/sie jung oder alt? Welchen Beruf hat er/sie? Sammeln Sie so viele Details, wie Sie können.
2. Erstellen Sie eine Persona. Geben Sie Ihrem Kunden einen Namen. Stellen Sie sich vor wo und wie er lebt.
3. Überlegen Sie, welche Content besonders relevant für Ihren Wunsch-Kunden ist. Schreiben Sie Ihre Texte nach dieser Vorgabe: zur richtigen Zeit, im richtigen Medium.
 

Tipp 8: Halten Sie den Vorteil für den Leser im Fokus Ihrer Texte

 
Merken wir immer wieder in unseren Seminaren: Gerade bei technischen Produkten werden Merkmale bis ins kleinste Detail beschrieben. Alle Features des Produktes von Schraube bis Linse haarklein dargestellt. Was aber häufig aus dem Fokus gerät: die Vorteile für den Leser.
 
Was hat er von all diesen Merkmalen. Spart er dadurch Zeit? Oder Geld? Kommt er schneller voran? Oder gemütlicher? Sieht er dadurch besser aus? Oder kann er eine Hobby besser nachgehen?
 
Beantworten Sie bei alle Ihren Angeboten die Frage nach dem Kunden-Nutzen. Denn das sind die Gründe, warum sich Leser für Ihren Produkt-Text entscheiden. Oder eben nicht.
 

Tipp 9: Erzählen Sie Geschichten, wenn Sie Texte schreiben …

 
Menschen lieben Geschichten. Das beginnt schon in der Kindheit, wenn einem Geschichten und Märchen erzählt werden. Und geht weiter über Bücher und Filme. Verpacken Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen in Geschichten. So bleiben diese im Kopf der Leser.
 
Wecken Sie die Geschichte in Ihren Texten …
 
1. Versuchen Sie mal, einen Helden und einen Bösewicht für Ihr Produkt zu entwerfen. Wer Reiniger verkauft, erweckt den Schmutz als Bösewicht zum Leben. Und einen hellen Riesen als Held, der den Bösewicht besiegt. Sie kennen das Bild sicher …
2. Schicken Sie Ihren Leser auf eine Reise. Zeigen Sie ihm, dass Sie ihm die Lösung für ein Problem bieten – in Form Ihres Angebots. Das gleichsam einer neuen und wertvollen Wunderwaffe auftritt. Sei es als fast magisches Getränk, das zum Durstlöscher in der glühenden Sonne wird. Ein Auto, das gleichsam einem Streitwagen mit vier Rössern durch eine dunkle Öde prescht, um einer holden Maid zur Hilfe zu eilen. Merken Sie, wie plötzlich Bilder entstehen?
 
Vorsicht: Übertreiben Sie es nicht. Im letzten Beispiel wird’s fast schon ein bisschen zu bunt.
 
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