Ihr Textertipp: September 2014

Zauberformel für verständliche Texte

Über klare Eckdaten und die Folgen für Wort- und Satzlängen

 

Textertipp - VerneinungenWas ist das nur in diesem unserem Land: Manchmal wirkt es fast unseriös, kurz, klar und einfach zu schreiben. Wir lieben unsere Schachtelsätze, quälen uns durch komplizierte Texte und kommen gar nicht auf die Idee, uns zu fragen, ob’s nicht auch verständlicher ginge. Doch wenn ein Leser nicht versteht, wird er nicht bestellen. So einfach ist das. Deshalb verrät Ihnen der neue Textertipp die Zauberformel für verständliche Texte.
 
Wichtig: Keine der Zielvorgaben ist „in Beton gemeißelt“. Variieren Sie! Brechen Sie die Regeln! Aber orientieren Sie sich im Großen und Ganzen an den folgenden Vorgaben!

 

Lange Sätze – kurze Sätze und eine der großen Fallen der Verständlichkeit …

 
Es sprechen so viele Gründe für kurze Sätze, denn lange Sätze oder gar Schachtelsätze machen es einem Leser schwer, den roten Faden zu behalten. Darum zeichnen sich verständliche Texte durch kurze, klare Sätze aus. Und wer textet, weiß: Es ist oft weit schwieriger, komplexe Sachverhalte kurz und klar darzustellen, als Kompliziertes in komplizierten Sätzen zu verstecken.
 
„Lieber Freund, heute erhältst Du einen langen Brief, ich hatte leider keine Zeit für einen kurzen.“ Dieser Satz, Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben, macht klar, wie viel
Arbeit im Bemühen steckt, kurz und klar zu schreiben. Nur wir Deutschen haben die seltsame Tradition entwickelt, dass alles, was komplex ist, auch kompliziert geschrieben sein muss. Amerikanische Fachbücher und inzwischen auch immer mehr deutsche Publikationen zeigen uns aber, dass es auch anders geht.
 
„Halt!“ denken Sie, „meine Zielgruppe ist doch ganz anders, das sind doch intelligente Menschen, die brauchen lange Sätze.“ Und damit tappen Sie in eine der großen Fallen der Verständlichkeit. Natürlich lesen Ihre Zielpersonen schwierigste Texte – wenn sie lesen wollen. Mailings will aber niemand lesen. Die sind ungeliebter Lesestoff, müssen mit wenigen Augen-Blicken (vgl. die vorangegangenen Kapitel) und in wenigen Worten zeigen, worum’s geht. Es geht also nicht um die Intelligenz, sondern die Konzentration Ihrer Zielpersonen beim Öffnen von Mailings.
 
Der Journalist Wolf Schneider gibt in seinem Standardwerk Deutsch für Kenner einige
Anhaltspunkte für die Satzlänge in „Werken“, die von vielen Menschen gelesen werden: So beträgt die durchschnittliche Satzlänge in der Bildzeitung etwa zwölf Wörter pro Satz. Der durchschnittliche Satz im Johannes-Evangelium enthält 17 Wörter. Zwei Angaben aus der deutschen Presseagentur, ebenfalls gefunden bei Schneider, helfen uns noch etwas weiter: So liegt für die dpa die Obergrenze der optimalen Verständlichkeit bei neun Wörtern, die Obergrenze für gesprochene Texte bei sieben bis 14 Wörtern pro Satz.
 

 

 

Den kompletten Textertipp lesen Sie hier als PDF.

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