Persönlich schreiben: Der Ton macht die Musik

 
E-Mails, Mailings und Briefe spielen neben Websites, Blogs und Social Media eine große Rolle im Marketing. Aber worauf kommt es beim Verfassen eigentlich an? Wie verhindern Sie, dass Ihre Anschreiben ungelesen im Papierkorb landen, weil Ihr Kunde sich nicht angesprochen fühlt? Wie so oft gilt es, den richtigen Ton zu treffen, um erfolgreich zu sein.

 

Persönlich schreiben

 

Persönlich schreiben: Das Kind beim Namen nennen

 
Regeln bezüglich der richtigen Anrede gibt es konkret nicht! Dennoch können Sie auf einiges achten. Zwar unterscheidet sich die E-Mail in vielerlei Hinsicht vom klassischen Brief – eines haben Sie aber gemeinsam. Bei der Anrede setzten beide auf den Namen des Adressaten. Denn Fakt ist: Nichts hat eine größere Wirkung auf den Menschen als sein Name. Warum das so ist? Der eigene Name in der Anrede schafft es, unmittelbar Wertschätzung und Annerkennung auszudrücken. Deshalb gilt aber auch: Nichts ist schlimmer als ein falsch geschriebener Name!
 

Den Nerv der Zeit treffen

 
Trotz Knigge-Empfehlung hat das klassische „sehr geehrte Damen und Herren“ doch weitestgehend ausgedient. Natürlich heißt das nicht, dass Sie sich nicht weiterhin an der Zielgruppe orientieren sollten. Zwar kommt die E-Mail meist weniger förmlich daher als ein Anschreiben, dennoch sollte Ihre Wortwahl aber typgerecht bleiben. Man tendiert allerdings generell dazu, sich speziell bei E-Mails an der gesprochenen Sprache zu orientieren. Das erkennt man eindeutig am Schreibstil. Eine E-Mail hat deshalb oft einen persönlicheren Charakter und wirkt unmittelbarer.
 

Alles eine Frage der Etikette: „Du“ oder „Sie“?

 
Viele Unternehmen versuchen, eine Verbindung zu Ihren Kunden aufzubauen, indem Sie das Siezen umgehen. Gehört das „Du“ also schon zum guten Ton? Auch IKEA setzt auf das „Du“ mit dem Kunden. Wer kennt ihn nicht, den berühmten Slogan „Wohnst Du noch, oder lebst Du schon! Aber was steckt dahinter? Will der Möbelgigant seinem Kunden also auf Augenhöhe begegnen? Nicht ganz! Bei IKEA steckt schlichtweg ein Konzept hinter der Lockerheit. Da in Schweden generell geduzt wird, soll auch der deutsche Kunde dieses Gefühl teilen. Fall Sie das so gerne übernehmen würden, ist allerdings Vorsicht geboten. Denn: Nicht jeder Kunde mag es so locker angesprochen zu werden. Und nicht zu jeder Zielgruppe passt ein flapsiger Ton.
 

Scheinpersonalisierung

 
Selbst die bestgeführte Datenbank weist Lücken auf: Aus irgendwelchen Gründen
fehlt der Vor- und/oder Zuname des Kunden. Eine Personalisierung? Unmöglich!
Mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ kann man natürlich immer arbeiten, wenn
die Namen der Ansprechpartner nicht vorliegen. Damit liegen Sie in jedem Fall
richtig.
 
Aber: Es ist eine allgemeine Ansprache, die niemanden direkt erreicht, sondern
sich an viele richtet. Oder fühlen Sie sich von einem „Sehr geehrte Damen und
Herren“ direkt angesprochen? Wohl kaum. Und so geht es auch Ihrem Leser.
Sofort liegt der Gang zum Papierkorb näher als der Griff zum Telefonhörer.
 

Wissen, was Trumpf ist …

 
Oft fassen wir daher Personenkreise zu bestimmten Gruppen zusammen: „Liebe
Stromsparer“, „Liebe Gartenfreunde“. Denn: Jeder Kunde pflegt besondere Interessen.
Die erkennen Sie zum Beispiel anhand seines Kaufverhaltens. Letzte Bestellungen
drehten sich um den Sport, ein Kunde ist begeisterter Zugfahrer oder auch
Bastler. Nutzen Sie dieses Wissen und ordnen Sie Ihre Kunden verschiedenen
Interessengruppen zu. So finden Sie ganz leicht Alternativen für das recht unpersönliche
„Sehr geehrte Damen und Herren“. Aber Achtung: Die persönlichen Informationen über Ihren Empfänger sollten auch wirklich stimmig sein. Fragen Sie sich außerdem womit sich ihre Zielgruppe wohlfühlt, um Ihre Kontakte nicht abzuschrecken.
 

Wie Sie den Schein wahren:

 
Liebe/r …
 
Gartenfreund, Leser, Fußball-Fan
Bahnfahrer, Kunde, Hobby-Bastler
Weinkenner, Städtereiser, Hundenarr
Katzenfreund, Bausparer, Sportler
Auto-Fan, Pendler, Zeitungsleser,
Weinkenner, Weltenbummler, Festivalgänger,
Trendsetter, Bücherwurm, Sportliebhaber,
Schnäppchenjäger, Sparfuchs, Naschkatze
 
 
Den Quicktipp zur persönlichen Ansprache einfach hier Downloaden …
 
 
Tipp: Noch mehr Tipps für persönliche Texte finden Sie im SGV-Bestseller „Texten!“ im SGV Verlag Online-Shop.

SeminaranmeldungGratis: Ihr Textertipp

Texten lernen | Werbetexter Gehalt | Texten | Texter-Seminar | Texten fürs Internet | Content Marketing | Weiterbildung | Texter gesucht | Texter Karriere & Berufsbild | Texter-Praktikum | Fortbildung | Unternehmenskommunikation | Kreative Ausbildungsberufe | Werbetexter

 

  Impressum | AGB | Partner | Seminarbestimmungen

Texterclub hat 4,85 von 5 Sterne | 129 Bewertungen auf ProvenExpert.com