Ihr Textertipp: August 2015

Weiterlesen!
Wie Sie mit spannenden Teasern in den Text ziehen …

 
Textertipp - NutzenargumentationIn Internet, Zeitungen und E-Mails locken sie ständig: So genannte Teaser oder Anreißer stehen zu Beginn eines Textes und sollen Appetit auf mehr machen. Das Ziel: Weiterlesen. Doch welche Arten von Teaser gibt es? Und wie muss man sie anwenden, um den Leser zu der gewünschten Reaktion zu führen? Die Antworten liefert Ihr Textertipp.
 
 
Ein Teaser soll genau das erreichen, was Sie gerade tun: Er soll den Leser mit wenigen Informationen zum Lesen des nachfolgenden Textes bewegen. Während Sie diesen Satz lesen, hat er seine Funktion somit bereits erfüllt.
 
Wie wichtig ein Teaser für den Text ist, zeigt das Internet: Hier werben viele Anreißer um die Gunst des Lesers – und alle möchten den Klick auf „Weiter“ auslösen. Doch nicht alle stoßen auf Leseinteresse. Zwar liegen zwischen Leselust und Lesefrust oft nur Kleinigkeiten, es sind aber entscheidende. Doch was genau macht gute Teaser aus? Wie schaffen sie es, mitzureißen und zum Weiterlesen zu bewegen?
 

Teaser und die Motive der Informationsaufnahme

 
Ein Anreißer soll das Problem lösen, mit dem Texter schon immer zu kämpfen hatten: die Schwierigkeit, Neugier auf Texte zu wecken. Denn ein Leser stellt sich beim Überfliegen eines Textes immer die Frage: Warum soll ich mich mit den folgenden Informationen
beschäftigen?
 
Die Antwort versucht der Teaser zu liefern. Dazu bedient er sich einiger psychologischer Kniffe. Grundsätzlich gibt es fünf Motive, die einen Leser dazu bewegen, sich mit einer Information zu beschäftigen. An diesen sollte sich Ihr Teaser orientieren:
 
1. Neugier: Ihr Leser muss unbedingt wissen wollen, wie es weitergeht!
 
2. Angst: Gemeint ist die Angst, etwas zu versäumen oder eine wichtige Information nicht zu kennen.
 
3. Etwas Bekanntes: Kann Ihr Leser die Informationen mit etwas Bekanntem verknüpfen? Gibt es ein Schlüsselelement?
 
4. Etwas Nützliches: Erwähnen Sie einen Vorteil, der zum Weiterlesen motiviert. Wecken Sie Begehrlichkeiten.
 
5. Eine schnelle Information: Je kürzer die Information, desto schneller ist Ihr Teaser. Halten Sie Ihren Teaser deshalb bewusst kurz. Als Faustregel empfehle ich Ihnen 160 – 350 Zeichen.
 
Grundsätzlich haben Sie zwei Möglichkeiten, diese Motive in einen Teaser einzubauen,
durch den journalistischen Anschreiber und durch den werblichen Anreißer
 

Der journalistische Anschreiber: die Antwort auf die W-Fragen

 
Der journalistische Anschreiber ist in seiner Art zurückhaltend. Er ist nicht so reißerisch wie sein werblicher Bruder und reizt durch die Kurzmeldung selbst zum Weiterlesen. Er eignet sich deshalb besonders für Texte mit hohem Nachrichtenwert. Diese bauen Sie einfach um die W-Fragen herum auf.
 
Deshalb versucht der journalistische Anschreiber möglichst die vollständige Nachricht in Kurzform darzustellen. Sein Ziel: Themeninteresse wecken. Orientieren Sie sich bei diesem Teaser also an den klassischen W-Fragen:
 
1. Wer? / Was? / Wo?
2. Wann? / Wie? / Warum?
3. Wen betrifft das? / Wie lange? / Welche Folgen?
 
Selten beantwortet ein journalistischer Anschreiber alle W-Fragen. Meist werden nur die wichtigsten und die ersten fünf der obigen Reihenfolge thematisiert. Je nach Nachrichtenwert und Fülle der Neuigkeit reicht das aber aus, um dem Leser schon eine schnelle Zusammenfassung anzubieten. So kann er dann schnell herausfiltern, welche Artikel interessant sind, um sich dann der vollständigen Meldung zu widmen.
 
Aber mehr und mehr vermischen sich journalistischer Anschreiber und werblicher Teaser. Nicht immer wird dann das gesamte Ereignis in Kurzform präsentiert. Wer wissen möchte, was geschah, muss klicken. Das hat immer noch den Anschein von seriösen und ungetrübten Informationen, bringt aber einen Schuss Aktivierung in den Anschreiber.
 

Der werbliche Anreißer: Appetithappen für mehr

 
Der werbliche Teaser funktioniert nach einer anderen Logik: Während der journalistische Anschreiber eine kurze Zusammenfassung des Langtextes liefert, lässt der Anreißer den
Leser noch kurzzeitig im Dunklen. Hier verraten Sie noch nicht alles, bestimmte
Teilinformationen halten Sie bewusst zurück. So reizen Sie Ihren Leser und bauen Spannung und Motivation auf. Er muss klicken, um seiner Neugier nachzukommen. Denn nur der
weitere Text liefert ihm die Antwort auf seine Frage.
 
Spannung und Neugier können Sie auf drei Arten erzeugen:
 
In meinen Seminaren empfehle ich meinen Teilnehmern, den Teaser mit einer Frage enden zu lassen. Mit der Neugier und der Angst, etwas zu verpassen, zwingen Sie Ihren Leser förmlich zur gewünschten Aktion.
 
Beispiel: TFT-Monitore sind oft breit wie ein Fernseher, aber welche Geräte sind die besten?
 
Was auch funktioniert: das übertriebene Statement am Ende Ihres Teasers. Reizen Sie Ihren Leser ein Stück weit, indem Sie den letzten Satz des Anreißers bewusst dramatisieren.
 
Beispiel: Damit brutto auch netto ist!
 

 
Den kompletten Textertipp lesen Sie hier als PDF.

 


 
E-Book-Tipp: Kreatives Schreiben –
Ideen finden, Schreibblockaden überwinden, einfach schreiben
Kreatives Schreiben muss gelernt werden. Natürlich gehört beim Schreiben wie beim Klavierspielen auch eine Portion Talent dazu. Trotzdem bedeutet Kreatives Schreiben auch: Techniken lernen, die den Schreibprozess anregen.
 

Kreatives Schreiben

 
mehr zu „Kreatives Schreiben“

SeminaranmeldungGratis: Ihr Textertipp

Texten lernen | Werbetexter Gehalt | Texten | Texter-Seminar | Texten fürs Internet | Content Marketing | Weiterbildung | Texter gesucht | Texter Karriere & Berufsbild | Texter-Praktikum | Fortbildung | Unternehmenskommunikation | Kreative Ausbildungsberufe | Werbetexter

 

  Impressum | AGB | Partner | Seminarbestimmungen

Texterclub hat 4,85 von 5 Sterne | 129 Bewertungen auf ProvenExpert.com