Wie Sie unvergessliche Slogans texten

 
Einige Beispiele für Werbe-Slogans:
 

„Wohnst du noch oder lebst du schon?“
 
„Wir lieben Lebensmittel.“
 
„Die zarteste Versuchung seit es Schokolade gibt.“
 
„Ich liebe es.“
 
„Just do it.“
 
„Wir lieben Technik.“

 
Haben Sie alle Unternehmen erkannt, die hinter den Slogans stecken? Eine kleine Hilfe, falls Ihnen nicht gleich alle eingefallen sind: Es sind die Werbeslogans von Ikea, Edeka, Milka, McDonalds, Nike, Saturn.
 
Das war eigentlich gar nicht so schwer, oder? Aber warum kennen wir diese Statements teilweise in- und auswendig? Was genau macht einen guten Slogan aus? In diesem Textertipp finden Sie hilfreiche Tricks, um Ihren Werbeslogan so zu texten, dass sich Ihre Kunden daran erinnern – mit Fokus auf Slogans für Werbe-Aktionen.
 

Slogans

 

Passende Werbeslogans finden: Die Basics für gelungene Aktions-Slogans

 
Wenn Sie einige grundlegende Regeln beachten, schaffen Sie schon einmal ganz leicht die Grundlage für Ihren Slogan.
 
1. Schreiben Sie verständlich. So beliebt die englische Sprache derzeit auch ist, nicht jeder spricht sie. Wenn Sie die Aktion nur in einem deutschsprachigen Gebiet durchführen, dann schreiben Sie auch deutsche Slogans.
 
Aus einem unverständlichen „10% Voucher – nur heute!“ wird ein viel leichter verständliches „Jetzt Ihren 10% Gutschein abholen!“. Wenn es doch mal Englisch sein soll, bedienen Sie sich einfacher Worte – wie beispielsweise Nike mit „Strong is the new beautiful“ und „Work hard dream big“.
 
2. Wählen Sie einen einprägsamen Slogan. Wenn Sie mit Wortmonstern um sich werfen à la „Donaudampfschiffahrtskajütenkapitän“ erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass der Slogan vergessen wird um 100 Prozent. Besser: Einfache, kurze Wörter – denn die bleiben viel leichter im Gedächtnis.
 
Das funktioniert besonders gut mit Sprichwörtern. In einer Wahlkampagne heißt es beispielsweise „Wählen ab 16 – Gib deinen Senf dazu!“. Auch Verweise auf Filme, wie oben bei „Snap me if you can“ bleiben im Gedächtnis. Mit Reimen punkten Sie ebenfalls: Die Jugendarbeit Frauenfeld stellte beispielsweise die Aktion „Groß und Klein halten den Skatepark rein“ auf die Beine.
 
3. Wecken Sie Aufmerksamkeit. Das können Sie am besten, indem Sie Ihre Zielgruppe zum Nachdenken bewegen oder mit Worten spielen. Aktivieren Sie Ihre Leser mit bildhafter Sprache. Lassen Sie sie eintauchen in Ihre Werbe-Welt.
 
Und noch besser: Geben Sie Ihren Kunden ein klares Versprechen. Aber nur eines, das Sie auch tatsächlich halten können! In Zeiten von Bewertungsportalen kommen Lügen ganz schnell ans Licht. Und das sorgt für Misstrauen.
 
Amnesty International erzeugte mit der Aussage „Es gibt mehr Regeln für den Handel mit Bananen als mit Waffen“ große Aufmerksamkeit. Der dazugehörige Slogan lautet „Hände hoch für Waffenkontrolle!“.
 
Besonderes Kopfkino erzeugt Edeka: Für regionales Obst und Gemüse textet das Unternehmen „Viele unserer Produkte haben Ihre Wurzeln in der Region“ – und nebenbei gibt es so noch ein wichtiges Versprechen: Produkte sind regional. Für viele Verbraucher ein wichtiges Kaufkriterium.
 
4. Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe. Bevor Sie diese nicht kennen sollten Sie nicht anfangen Ihren Slogan zu texten. Anderweitig fühlen sich die Kunden nicht angesprochen und ignorieren Ihre Werbe-Aktion.
 
Die Fisch-Fastfood-Kette Nordsee wollte vor allem Jüngere und Sportliche zu mehr Konsum animieren und nutzte dafür den Slogan „Fisch macht sexy“.
Für Fußballfans dagegen eignet sich zum Beispiel der Anti-Rassismus-Slogan „Zeig Rassismus die Rote Karte“.
 

Jetzt geht’s an die Substanz: Das muss in Slogans unbedingt rein …

 
Nachdem Sie sich nun in die Basics eingearbeitet haben, geht es an den Inhalt. Was braucht ein guter Slogan? Es gibt einige Dinge, die unbedingt hinein sollten. Und wenn Sie das beachten, dann entsteht auch garantiert ein griffiger Spruch.
 
1. Formulieren Sie einen eindeutigen Kundennutzen. Zeigen Sie Ihrem Kunden, welchen Vorteil er davon hat, bei der Aktion zuzuschlagen.
 
Ist Ihr Produkt gerade extrem günstig? Oder bekommt der Kunde noch ein Geschenk oben drauf, wenn er gleich bestellt? Ist es eine 2 für 1 Aktion? Oder gibt es ein neues Produkt, das noch besser schmeckt / wirkt / funktioniert / etc. als die Vorgänger-Variante?
 
2. Rücken Sie das Alleinstellungsmerkmal (USP) ins Zentrum. Leiten Sie den Slogan dafür einfach von der Besonderheit der Aktion ab. Halten Sie diese hierfür ständig präsent im Hinterkopf, während Sie an ihrem Slogan arbeiten.
 
Unique Selling Points (USPs) im Werbeslogan können zum Beispiel ein patentiertes Herstellungsverfahren (besonders umweltschonend, sehr schnell, qualtitativ hochwertig, …), besonderer Kundenservice oder ähnliches sein.
 
3. Wecken Sie Gefühle. Kennen Sie das, wenn Sie Entscheidungen treffen, obwohl Ihr Verstand eigentlich „Nein“ sagt? Und das nur, weil Sie gerade soooo verliebt sind …
Emotionen können eine Menge bewirken. Deshalb sollten Sie auch bei Ihren Kunden Gefühle wecken. Wichtig dabei: Sie müssen Ihre Zielgruppe kennen und wissen, was ihr besonders gefällt.
 
Das klassischste Beispiel stammt von Coca Cola: „Mach dir Freude auf“. Haribo bewirbt seine Produkte ebenfalls mit Emotionen „Eine kleine Freude für jeden Geschmack!“ und „Fröhlich-leckeres Fruchtgummi!“ gehören zu den Slogans der Firma.
 
4. Verwenden Sie die richtigen Worte. Eines haben alle Slogans gemeinsam: Sie sind kurz und knapp. Deshalb gilt: Vermeiden Sie Schachtelsätze und Wortmonster! Auch Fachsprache oder komplexe Fremdwörter haben in Ihrem Slogan nichts verloren. Passen Sie Ihre Sprache der Zielgruppe an.
 
Besonders kurz und knackig sind Slogans von Mercedes. Für die neue S-Klasse wirbt das Unternehmen mit: „Vision erfüllt.“ – und für den Start der Motorrad-Saison mit „Rauf!“.
 
5. Banal, aber wichtig: Platzieren Sie Ihren Unternehmensnamen im Slogan. Wenn es nicht klappt, ist das natürlich auch nicht weiter schlimm. Denn: Noch wichtiger als Ihr Name sind die zuvor aufgeführten Punkte. Ihr Name sollte dennoch präsent vorhanden sein. Wenn nicht im Slogan, dann zumindest in unmittelbarer Nähe.
 

Den richtigen Slogan finden: Noch ein paar Werbeslogan-Tipps „to go“

 
Natürlich gibt es noch jede Menge Dinge, die sie bei der Erstellung des Slogans beachten können. Hier noch ein paar Kniffe, damit Sie sich noch effektiver von der Konkurrenz abheben.
 
1. Analysieren Sie Ihre Konkurrenz! Vergleichen Sie die verschiedenen Slogans miteinander. Womit werben andere Unternehmen? Wo haben Ihre Mitbewerber noch Schwächen? Nutzen Sie diese gezielt aus und machen Sie sie zu Ihren Stärken!
 
2. Platzieren Sie Ihre Werbebotschaft im Slogan wiederholt! Je öfter, desto besser. So wird sie verinnerlicht.
 
3. Kommunizieren Sie in allen Kanälen gleich! Werben Sie in Facebook mit der gleichen Aktion wie im TV. Bei unterschiedlichen Aktionen kommen die Leser sonst durcheinander.
 
4. Stellen Sie die Werbebotschaft nach vorn! In Headline, zu Beginn des Textes und am besten grafisch durch Fettung hervorgehoben sorgen Sie dafür, dass Ihre Aktion sofort wahrgenommen wird.
 
5. Erreichen Sie Ihre Zielgruppe dort, wo sie auch lebt. Schalten Sie den Werbe-Slogan beispielsweise in Zeitungen, falls Sie ältere Menschen ansprechen wollen oder in Sozialen Medien, wenn Sie jüngere Menschen erreichen möchten.

 

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