Rien ne va plus! Kreativitätstechniken, wenn der Schreibtisch das Schreiben verhindert …

 

Als Texter kennen Sie das wahrscheinlich: Sie sitzen am Schreibtisch, den Auftrag im Kopf, wollen mit dem Schreiben loslegen – und nichts geht. Seltsamerweise ist in Ihrem Kopf völlige Leere. Oder Sie wissen einfach nicht, wie Sie anfangen sollen. Aber ganz ehrlich: So seltsam ist das gar nicht, denn unser Gehirn funktioniert nun mal nicht auf Knopfdruck. Und schon gar nicht, wenn es muss. Hier kommt der Textertipp zu Hilfe. Denn der hat 6 schnelle Tipps und die ein oder andere Kreativitätstechnik im Gepäck, mit denen Sie Schreibblockaden leichter überwinden.
 

Kreativitätstechnik bei Schreibblockade

 

 

Die gute Nachricht: Die erste Hürde ist schon mal geschafft. Sie haben die nötigen Informationen für Ihren Text eingeholt und strukturiert. Dann kann es ja jetzt ans Schreiben gehen. Trotzdem ist das oft leichter gesagt als getan, wenn das berühmte Brett vor dem Kopf einem den Einstieg in den Text verbaut. Jetzt helfen Ihnen einige einfache Techniken. Denken Sie dabei daran: Es muss nicht gleich ein druckreifer Reintext entstehen. Erst einmal geht es darum, überhaupt „ins Schreiben“ reinzukommen.

 

Tipp Nr. 1: Entspannen Sie sich.

 

Bleiben Sie nicht am Schreibtisch. Bewegen Sie sich! Denn Bewegung lässt Ihr Blut zirkulieren, sorgt für eine bessere Durchblutung des Gehirns – und entspannt. Die kreative Idee ist nicht an Ihren Schreibtisch gebunden. Oft hat man gerade in den unmöglichsten Situationen die besten Einfälle. Oder abends, wenn der Alltag von einem abfällt. Die neuere Gehirn-forschung sagt uns, dass Informationen unter Stress im Gehirn nicht weitergeleitet werden. Das heißt: Ihr Gedanke bleibt im wahrsten Sinne des Wortes stecken.

 

Wer unter (negativem) Stress steht, kann nichts mehr aufnehmen, kann nicht kreativ sein und auch nicht texten. Gönnen Sie sich also eine Pause und entspannen Sie sich bei Ihrer Lieblingsmusik. Oder suchen Sie das Gespräch, zum Beispiel mit Ihrem Grafiker. Der liefert Ihnen zu den Produkt-Informationen, die Sie weitergeben, Bild-Ideen. Doch weil Sie natürlich nicht immer nach Belieben Ihren Schreibtisch verlassen, Musik hören oder mit Kollegen sprechen können, gibt’s noch weitere Tipps. Mit denen überwinden Sie Schreibblockaden direkt an Ort und Stelle.

 

Tipp Nr. 2: Schreiben Sie, wie Sie’s sagen würden.

 

Kaum beginnen Sie mit Ihrem ersten Satz, schleichen sich umständliche Formulierungen und Satzmonster ein? Dann versuchen Sie einfach, gesprochene Sprache zu schreiben. Eine schnelle Kreativitätstechnik. Wie das geht? Stellen Sie sich vor, was Sie am Telefon oder im persönlichen Gespräch zu Ihrem Kunden sagen würden. Noch besser: Sprechen Sie Ihren Text, so wie er kommt, in ein Diktiergerät. Ohne Satzzeichen und ohne lange darüber nachzudenken. Werfen Sie die Perfektion erst einmal über Bord, denn Texten ist ein Prozess, und Sie schreiben zunächst Rohtext. Der entsteht schneller, macht mehr Spaß und wird einfach später noch redigiert.

 

Tipp Nr. 3: Schreiben Sie an einen Freund.

 

Eine ähnliche Kreativitätstechnik: Stellen Sie sich vor, Sie schreiben an einen Freund. Vielleicht sogar an einen, der zu Ihrer Zielgruppe gehört. Plötzlich verändert sich Ihr Schreibstil. Denn einem Freund schreiben Sie wohl nie: „Sehr geehrter Markus, hiermit teile ich dir mit …“, sondern viel eher „Lieber Markus, heute habe ich eine spannende Nachricht für dich …“. Liegt doch schon ganz nah am Werbetext!

 

Tipp Nr. 4: Nutzen Sie Kreativ-Techniken.

 

Hiervon gibt es jede Menge – einige helfen Ihnen zum Beispiel, sich zu entspannen, andere greifen direkt in den Schreibprozess ein. Wie wär’s, wenn Sie sich locker zurücklehnen und an etwas Schönes denken? Oder ein Mini-Brainstorming mit sich selbst machen? Das sorgt schon für ein wenig Entspannung am Schreibtisch.

 

Eine Kreativitätstechnik möchte ich besonders empfehlen: das freie Assoziieren. Warum? Es liefert Ihnen direkt Rohmaterial für Ihren Text. Denn jedes Wort führt zu weiteren Assoziationen, Ideen, Sprachbildern und Bedeutungen. Wie’s geht: Ist ein Begriff vorgegeben, ersetzen Sie ihn einfach durch Ihre eigenen Schlüsselwörter. Produzieren Sie Sprachbilder, malen Sie mit Worten und – ganz wichtig – ohne „Schere im Kopf“. Für den Werbetext entscheidend ist zu wissen, welche Assoziation ein Wort im Kopf Ihres Lesers auslöst. Nutzen Sie das und kommen Sie den vielen Assoziationen auf die Spur, die ein Wort auslösen kann.

 

Tipp Nr. 5: Kreativitätstechnik „Fremdsprache“

 

Es gibt unterschiedliche Zugangswege zu den Bildwelten in unserem Kopf und dem unseres Lesers. Wenn wir sie öffnen, entstehen farbige Texte. Doch manchmal liefert ein Wort kein brauchbares Bild oder es ist negativ besetzt. Wurden Sie einmal von einem Hund angefallen, können Sie zum Wort „Hund“ kaum positive Assoziationen entwickeln. Tipp: Wechseln Sie einfach die Sprache. Das Wort „dog“ erzeugt ganz andere Gedanken. Vielleicht fällt Ihnen jetzt Ihre Schulzeit ein, Ihr erstes Englischbuch? Hier geht’s gleich in eine ganz andere Richtung.

 

Übrigens: Diese Bildwelten im Kopf machen es auch so schwer, Texte in eine andere Sprache zu übertragen. Denn während der Deutsche bei dem Wort „Gabel“ etwa an die Gabelung denkt, assoziiert der Spanier mit seinem Wort für Gabel („tenedor“) das Wort „tener“ mit der Bedeutung „halten“, „fassen“ oder „besitzen“.

 

Tipp Nr. 6: Machen Sie Ihr Produkt „persönlich“.

 

Nicht jedes Produkt oder jede Dienstleistung ist gleich. Manche liefern dem Texter mehr Futter, andere weniger. Besonders bei erklärungsbedürftigen technischen Produkten fällt es nicht leicht, echte Begeisterung zu erzeugen. Hier gibt es einen einfachen Kniff: Machen Sie Ihr Produkt persönlich und verleihen Sie ihm menschliche Eigenschaften. Ihr Werkzeug: der Wortschatz des menschlichen Handelns. Dadurch werden trockene, technische Dinge plötzlich verständlich, greif- und nachvollziehbar.

 

Beispiele gefällig? Machen Sie aus Ihrem Handbuch mit Mustertexten einen „unentbehrlichen Ratgeber“, einen „Experten“, einen „Spezialisten“, der dem Leser jederzeit zur Seite steht. Ihre Software-Datenbank wird zum „Organisationstalent“, der PC zum „IT-Kollegen“ und das Kochbuch zum „Meisterkoch“. Und mal ganz ehrlich: Klingt es nicht wesentlich eleganter als „Kaufen Sie dieses Kochbuch“, wenn Sie schreiben: „Holen Sie sich einen Meisterkoch in die Küche“?

 

Der Textertipp zum Download …

 

Und los geht’s mit Ihrem Rohtext

 

Jetzt haben Sie ein paar nützliche Tipps und Kreativitätstechniken kennengelernt, um den schnellen Einstieg in den Text zu finden. Vielleicht entwickeln Sie daraus ja Ihre ganz eigene Techniken, mit denen Sie Schreibblockaden den Kampf ansagen. An dieser Stelle nehmen Sie sich noch einmal kurz Zeit, sich zu fragen: Welche Vorteile habe ich zu bieten? Denn genau die will Ihr Leser entdecken. Und dazu müssen sie natürlich auch in Ihrem Text ganz einfach zu finden sein. Erledigt? Wunderbar!

 

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