Gegen Perfektionismus beim Schreiben: der einfachste Trick ...

Gegen Perfektionismus beim Schreiben: vom Rohtext zum Reintext

 
Gegen Perfektionismus beim Schreiben. Zumindest im ersten Schritt. Wie kommt man in das Schreiben hinein? Es gibt eine einfache Regel, die hilft, wenn man Schreibtisch sitzt und fast verzweifelt, weil einem nichts einfällt. Die Regel heißt: erst der Inhalt, dann die Form. Mit dieser einfachen Regel bauen Sie Perfektionismus-Stress ab und fangen ganz einfach an zu schreiben. Mehr dazu verrät der Textertipp …
 

Gegen Perfektionismus beim Schreiben: der Textertipp als Video

 

 

Wie entsteht Perfektionismus beim Schreiben?

 
Beim Schreiben möchte man sich ja einfach hinsetzen, loslegen und es passt. Das wünscht man sich als Texter. Aber der perfekte Entwurf ist nicht leicht zu machen, denn es gibt ganz wenige Menschen, die aus dem Stand druckreif schreiben können. Ihr Gehirn blockiert dann sofort, wenn Sie ihm sagen: „Schreib druckreif!“ Warum? Weil Ihr Gehirn dann immer sagt: „Ich kann nicht, ich kann nicht, ich kann nicht“.
 
Deshalb versuchen Sie, diese unterschwellige Botschaft für sich zu verändern. Wenn Ihr Gehirn sagt: „Ich kann nicht!“, dann blinkt der Cursor, Sie schauen auf Ihren Bildschirm und nicht geht voran. Wenn Sie dann anfangen, zu schreiben – mit dem Druck im Kopf, dass Ihr Text gleich perfekt sein muss – dann sagt Ihr Gehirn ständig: „Der ist noch nicht perfekt! Der ist noch nicht perfekt!“
 
Was dann passiert? Meistens steht man unter Zeitdruck, dass der Text fertig werden muss und so spult man irgendwelche Routinen ab. Und reproduziert irgendetwas, das man schon 100-mal geschrieben hat. Und so klingt der Text dann auch.
 

Wie unterbinden Profi-Texter Perfektionismus beim Schreiben?

 
Profi-Texter arbeiten hier deshalb anders. Denn die wissen, dass Texten ein Prozess ist und der Perfektionismus beim Schreiben zumindest bis zum Feinschliff ausgeblendet werden muss. Texten ist immer ein Weg. Der Weg vom Rohtext zum Reintext. Sie haben zuerst einen breiteren Text, den Sie immer weiter schleifen, bis er so ist, wie Sie ihn sich vorstellen.
 
Durch das Schleifen nehmen Sie den ersten Druck aus dem Schreiben. Sie versuchen nicht sofort perfekt zu schreiben, sondern zuerst, das Thema für sich zu packen. Ohne Zwang. Und wenn Sie den breiteren Rohtext haben, der das Thema eingrenzt, dann folgt ein systematisches Bearbeiten vom Rohtext zum Reintext – also zum druckreifen Text. Schritt für Schritt. Mit klaren Systematiken und einfachen Werkzeugen.
 
Natürlich gibt es Texter, die aus dem Stand druckreifen Reintext schreiben können. Aber die bearbeiten ihre Texte auch Schritt für Schritt. Jedoch nicht nach dem Rohtext, sondern während sie schreiben. Intuitiv. Das ist auch das Ziel, wenn man Texten lernt. Die Bearbeitungsschritte – also die Schritte eines Redigiersystems – in die Intuition zu bekommen und so, ohne auf Perfektionismus zu drängen, dennoch während des Schreibens immer näher an den druckreifen Text zu kommen.
 
Überlegen Sie einfach mal, wie Ihre ersten Fahrstunden mit dem Auto abliefen. Und wie dann später über bestimmte Schritte gar nicht mehr nachdenken. Genau so funktioniert intuitives Redigieren.
 
Hier sehen Sie einige typische Redigierschritte: 10 Schritte für bessere Texte …
 

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