Buzz-Word Digital Storytelling: Was steckt dahinter?

 
Gute Texter wissen: Storytelling ist der Schlüssel ins Herz der Leser. Dem ist auch nach wie vor so. In Zeiten des Internets bieten sich aber unzählige Möglichkeiten, die Geschichte auch gestalterisch anzupassen. Jeder spricht darüber, vermutlich kennen auch Sie den Begriff bereits. Das Mysterium nennt sich Digital Storytelling. Aber was ist das eigentlich genau? Worin liegt der Unterschied zum herkömmlichen Storytelling? Und: Wie realisieren Sie als Texter eine Digital-Storytelling-Kampagne?
 

Digital Storytelling

 

Storytelling – die Geschichte hinter dem Geschichtenerzählen

 
Menschen erzählen sich schon seit jeher Geschichten. Bereits die allerersten Menschen, die noch nicht einmal sprechen konnten, erzählen sich Geschichten in Form von Höhlenmalereien. Der Grund dafür ist simpel wie genial: Informationen wie Zahlen und Fakten können wir uns nur schwer merken. Verknüpft mit einer Geschichte allerdings fällt uns das schon viel leichter.
 
Ein Beispiel gefällig? Wer erinnert sich schon an die letzte Werbung, in der für ein personalisierbares Bilderbuch für Kinder geworben wurde – wenn er nicht gerade auf der Suche nach einem solchen ist? Anders sieht es aus, wenn eine Geschichte damit verbunden wird.
 
Die kleine 3-jährige Mia sieht traurig aus dem Fenster. Wie gerne würde sie jetzt mit ihrer Mama lesen, aber die hat einfach nicht genug Geld für ein neues Buch…
Dank Ihren neuen personalisierbaren und günstigen Bilderbüchern, die auch noch sehr günstig sind, kann Mia glücklicherweise wieder Geschichten mit ihrer Mama erleben. Sie blättert aufgeregt mit ihr in dem neuen und günstigen Buch, in dem sogar noch ihr Name steht. Trotz einer schweren Bluterkrankung kann sie wieder lächeln. Und das stimmt auch Ihre Mutter glücklich.

 

Geschichten erzählen statt einen Kauf zu erzwingen

 
Bilderbücher gibt es zu genüge in Buchhandlungen, Flohmärkten oder Second-Hand-Läden. Einfach nur zu hoffen, mit der richtigen Botschaft den Kunden zu überzeugen, bei Ihnen zu kaufen, reicht da nicht. Deshalb hilft nur noch eines: Emotionen! Die perfekte Methode, um Emotionen zu wecken, sind und bleiben Geschichten. Womit sich der Kreis schließt und wir wieder beim Storytelling sind. Wie aber wird es „digital“?
 

Bausteine für Ihr digital Storytelling

 
Digital Storytelling ist also gar nicht so neu. Dennoch nutzen die wenigsten diese Methode für sich. Welche Charakteristika braucht ein Text um eine Geschichte zu werden? Und welche Elemente müssen dazu, damit wir nicht nur schreiben, sondern eine Geschichte erzählen?
 
Eine Handlung
 
Für Sie als Texter besonders wichtig: Sie müssen ein Skript erstellen mit allen handelnden Personen und der zu erzählenden Geschichte.
 
– Wer sagt was?
– Wann wird erzählt, wann gesprochen?
– Welche Charaktere sind für die Handlung wichtig?
– Wo und wann soll(en) die Szene(n) spielen?
 
Handelnde Personen
 
Klingt erst einmal recht einfach, aber wenn Sie genauer nachdenken, wird es schon schwerer, die richtigen Personen für Ihre Geschichte zu finden. Je nach Produkt oder Dienstleistung eignet sich die dreijährige Mia vielleicht ganz gut. Eine Bank allerdings kann schwer mit dem kleinen Mädchen für ein neues Giro-Konto werben. Klären Sie folgende Fragen, um passende Charaktere zu finden:
 
– Wen soll die Werbung ansprechen?
– In welchem Alter ist die Person?
– Mit welchen Personen umgibt sich diese Person gerne?
– Gibt es Menschen, die er bzw. sie weniger gut leiden kann?
– Welche Emotionen sollen mit der Geschichte geweckt werden? Freude – oder eher Trauer? Wut?
 
Multimediale Elemente
 
Hier sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt. Bei der Hardware und den benötigten Skills allerdings leider schon. Manchmal hat man einfach nicht das Equipment um hochwertige Filme zu drehen. Aber Audio-Podcasts und Fotografien zum Beispiel können Sie auch mit wenig Geld ganz einfach selbst erstellen. Anleitungen dazu gibt es zu genüge im Internet. Besonders einfach, aber schick sind hervorgehobene Zitate – eventuell in anderen Schriftarten, -farben und –größen. Aber auch Zeitachsen lassen sich ganz einfach selbst erstellen, beispielsweise mit Powerpoint.
 

Wann brauche ich Digital Storytelling?

 
Geschichten eignen sich, wie Sie gelernt haben, zur Informations- und Wissensvermittlung. Deshalb ist Digital Storytelling für jeden wichtig, egal ob Blogger, Medienhaus, Kommune oder Schule. So können beispielsweise gemeinnützige Organisationen ihr Image nach außen aufbessern und durch die Interaktivität des Digital Storytelling Menschen leichter für sich gewinnen. Schulen wiederum können auf veraltete Lehrbücher verzichten und das Wissen digital aufbereitet und interaktiv ihren Schülern näher bringen. Aber auch Kommunen können beispielsweise die Stadthistorie interaktiv aufbereiten oder mit Fragebögen die Meinungen der Bürger einholen.
 

Digital Storytelling leicht gemacht

 
Egal ob Zeitstrahl, Infografiken oder Diagramme: Das alles klingt für Sie erst einmal nach viel Zeit und hohen Kosten. Das muss aber nicht sein. Im Netz gibt es viele einfache und teilweise kostenlose Programme, mit denen Sie in kurzer Zeit multimediale Inhalte kinderleicht selbst erstellen. Hilfreiche Plattformen sind zum beispiel Dipity und TimeLine JS (für Multimedia Timelines), Easel.ly (für Infografiken), ICharts (für Diagramme), Infogr.am und StatSilk (für interaktive Infografiken und Karten).
 
Mit diesen drei Bausteinen steht Ihre digital Story auf einer guten Basis. Und da sage noch mal einer, gute und multimediale Geschichten erzählen sei schwierig. Mit Ihren Texterclub-Tricks wird Digital Storytelling zum Kinderspiel! Und wenn Sie jetzt noch ein paar Ideen brauchen, schnuppern Sie doch einfach in unserer Beispiel-Kiste mit ausgewählten, gelungenen Digital Stories:
 
Ihr Textertipp zum Download …
 
http://thewhalehunt.org/
 
http://prisonvalley.arte.tv/?lang=de
 
http://www.nytimes.com/projects/2012/snow-fall/#/?part=tunnel-creek
 
http://www.zeit.de/sport/tour-de-france.html
 
http://www.ksta.de/koeln/serie–momentaufnahme–mueder-engel-vor-dem-koelner-dom-3977018

 

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