Kreative Ausbildungsberufe

 
Fragt man Schüler heutzutage nach ihrem Berufswunsch, antworten viele mit „Irgendwas mit Medien“ oder „Etwas Kreatives“. Das Berufs- und Ausbildungsangebot ist riesig, da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Wie wäre es mit Fotograf? Oder doch lieber Produktdesigner? Mediengestalter klingt aber auch gut. Und dann gäbe es auch noch eine Texter-Ausbildung… Ein kleiner Einblick in kreative Ausbildungsberufe beschreibt die Auswahlmöglichkeiten – damit jeder findet, wonach er sucht.
 

Kreative Ausbildungsberufe

 

Fotograf: Jeden Moment festhalten

 
Das Berufsbild des Fotografen ist sehr vielschichtig. Neben der Arbeit in Fotostudios können Fotografen auch in Presseabteilungen oder Werbe- und Medienagenturen arbeiten. Ein Fotograf kann sich auf diverse Themen spezialisieren: Egal ob Event-, Natur-, Portrait-, Werbefotografie oder doch etwas ganz Anderes. Die Ausbildung zum Fotografen dauert drei Jahre. Realschulabschluss ist bei vielen Unternehmen Pflicht, einige bilden aber auch Mittelschüler aus.
 

Produktdesigner: Produkte planen und entwerfen

 
Wer gerne zeichnet und mit dem Computer umgehen kann, für den ist der Berufsweg des Produktdesigners genau das Richtige: Denn in diesem Job werden Bauteile entworfen und gestaltet – egal ob für Konsumgüter (z.B. Möbel, Elektrogeräte) oder zum Maschinen- und Anlagenbau (z.B. Fahrzeuge). Wichtig dafür: Räumliches Vorstellungsvermögen und selbstverständlich zeichnerisches Talent. Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Durchschnittlich wird ein Realschulabschluss oder sogar Abitur verlangt, seltener gibt es aber auch Auszubildende mit Mittelschulabschluss.
 

Mediengestalter:

 
Der Beruf des Mediengestalters teilt sich auf in „Mediengestalter für Digital- und Printmedien“ und „Mediengestalter für Bild und Ton“. Es werden nicht nur Broschüren, Zeitschriften und Kataloge geplant, sondern auch E-Books und Webseiten entwickelt. In diesem Ausbildungsberuf gibt es drei Spezialisierungswege: Beratung und Planung (Kundenkontakt), Gestaltung und Technik (Gestaltung von Medienprodukten) oder Konzeption und Visualisierung (Zielgruppen-Analyse, Kundenwünsche visualisieren). Die Ausbildung dauert drei Jahre. Auch in diesem Bereich bevorzugen Betriebe Realschulabschluss oder sogar Fachabitur vor einem Hauptschulabschluss.
 

Texter: Ein besonderer kreativer Ausbildungsberuf

 
Das Texten ist gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je: Der Kundenkontakt verlagert sich zunehmend ins Internet: Über Chats und Email kann der Kunde Fragen stellen und erwartet perfekten und zuvorkommenden Service. Auch Online-Shops benötigen professionelle und aktivierende Texte für ihre Produkte. Und ohne Social-Media-Auftritt geht es heutzutage auch nicht mehr. Alles Bereiche, in denen guter Text benötigt wird.
 
Als Texter gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich zu spezialisieren. Darunter beispielsweise auf Blog- oder PR-Texte, Print- oder Webtexte, sowie SEO oder Werbetexte. Dabei ist nicht nur gute Recherche über die Produkte und Zielgruppe nötig, sondern auch das Wissen über die Unternehmens- und Markensprache und die Zusammenarbeit mit Grafikabteilungen.
 
Da es keine geregelte „Texter-Ausbildung“ gibt, stehen diverse Möglichkeiten offen, sich ausbilden zu lassen: Über ein Studium, Fernstudium oder private Schulen. Dementsprechend gibt es auch keine festgesetzte Dauer. Ein weiterer Pluspunkt: Auch Quereinsteiger aus anderen Berufsfeldern können problemlos den Beruf des Texters erlernen. Sie brauchen nur eins: Kreativität und gute Beherrschung der deutschen Sprache.
 
Der Beruf des Texters ist also ein kreativer Ausbildungsberuf, der vielleicht nicht gleich von jedem ins Auge gefasst wird – obwohl er viel Potenzial hat.
 

Kreative Ausbildungsberufe gibt es wie Sand am Meer. Doch wie findet man den Richtigen?

Wohin mit der Kreativität? Grundsätzlich gilt: Nur das machen, was einem auch gefällt. Hat man Spaß an seiner Arbeit, dann kann jeder dieser kreativen Ausbildungsberufe erfüllend sein. Wer schon seit seiner Kindheit knippst oder sogar schon eine professionelle Kamera gekauft hat, sollte über eine Ausbildung zum Fotografen nachdenken. Wer lieber komplett neue Dinge entwirft, für den sind eher Produktdesigner oder Mediengestalter die Traumberufe. Für Menschen, die unheimlich gerne schreiben, der Texter. Am besten findet man durch Praktika heraus, welche Arbeit einem am meisten Spaß macht.

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